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Traumaheilung » Der Jahreswechsel als Chance auf etwas Neues

Der Jahreswechsel als Chance auf etwas Neues

11.01.2019 | 1 Kommentar

Zum Jahreswechsel haben wir uns vielleicht gefragt: „Wo stehe ich eigentlich und wo möchte ich hin?“Grade wenn man mit den Folgen von Trauma, sei es Entwicklungstrauma oder Schocktrauma, zu kämpfen hat, kann die Beschäftigung mit der Zukunft oder Zukunftsplanung unglaublich frustrierend sein. Schnell fallen wir in alte Schmerzen oder alte Schrecken und kommen nur langsam, wenn überhaupt voran. Es ist mir ein Anliegen dir zu sagen, dass sich diese Reise auf die du dich begibst, lohnt. Es ist meiner Meinung nach wichtig anzuerkennen, dass diese Reise ein Prozess ist. Selbstregulation ist ein elementarer Schlüssel dabei, um uns auf unserem Weg zu helfen.

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Wie überwindet man eigentlich diese lähmende Erstarrung in einer depressiven Phase und was kann ich von einer Gesprächstherapie erwarten? Und was eben nicht! Was muss ich selbst tun und was brauche ich noch dafür?
Mit diesen Fragen habe ich mich 2016 auseinandergesetzt und meine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Darüber möchte ich dir heute mehr erzählen.

1 Kommentar

  1. Clemens

    Liebe Dami!
    Dein Video zum Jahreswechsel beschreibt exakt meine Erfahrung der zurückliegenden drei Jahre. Ich hatte umfangreiche und tiefgehende Therapie meines Entwicklungstrauma hinter mir und arbeitete bereits zwei Jahre hindurch erfolgreich als Heilpraktiker der Psychotherapie. Dann geschah etwas für mich damals Unfassbares:
    Zuerst wurde ich durch einen anonymen und frei erfundenen Brief verleumdet, der an alle wichtigen Institutionen hier am Wohnort versendet worden ist und kurze Zeit später auch im Internet in einem Blog verleumdet. Strafanzeigen und sonstige Rechtsmittel blieben ergebnislos. Natürlich hatte das Folgen für den Erfolg meiner Praxis, aber ganz besonders für mich persönlich.

    Das Ganze fühlte sich an, wie das Mobbing, das ich fast meine gesamte Schulzeit hindurch ertragen musste. Und es fühlte sich an, als ob andere (anonyme) Menschen mit mir heute genau so umgehen würden, wie meine Eltern und andere Bezugspersonen damals mit mir umgegangen sind. – Aha sagte ich mir, es ist ein typisches Wiederholungsmuster und es sagt mir, dass ich wohl erneut in Therapie gehen müsste. Da muss noch etwas Wichtiges aufearbeitet werden.

    Heute weiß ich, dass es nichts aufzuarbeiten gab! Aber meine Empfindsamkeit und Verletzlichkeit, wenn durch Schicksalsschläge des Lebens oder andere Herausforderungen exakt meine Narben der damaligen wunden Punkte getroffen werden, ließen mich irrtümlich annehmen, dass ich wohl doch Therapie benötigen würde.
    Ich habe also fälschlich aufgrund meiner ganz natürlich weiterhin bestehenden Übersensibilität (= gebranntes Kind…) eine allgemeine aber heftige Herausforderung des Lebens auf mich persönlich bezogen und als Wiederholungsmuster interpretiert und daraus geschlossen, ich hätte noch Therapiebedarf.
    Dabei musste ich lediglich erkennen und unterscheiden können, dass die Verleumdungen jeden hätten treffen können und mit mir kaum etwas zu tun haben, wohl aber mit der psychischen Möblierung der Angreifer.

    Die Lehre daraus: Auch für jemanden, der die Folgen seines Entwicklungstrauma in einer erfolgreichen Therapie weitgehend aufgearbeitet hat, bleibt die Hochsensibilität der weiterhin bleibenden Narben der Verletzungen bestehen. Und es ist eine verhängnisvolle Falle, in die auch Therapeuten tappen können, wenn sie sich selbst (wie in meinem Fall) oder ihren Klienten eine Therapiebedürftigkeit einreden, weil angeblich ein Wiederholungsmuster die Therapiebedürftigkeit bestätigen würde.

    Übrigens möchte ich als Teilnehmer an deinem Selbsthilfekurs (auch als Therapeut lernt man nicht aus) dir bestätigen, dass dieser Kurs erste Klasse ist und meine Erwartung nicht enttäuscht wurde, auch hier noch etwas lernen zu können!

    Ich danke dir herzlich für all dein Engagement!

    Antworten

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