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Double bind oder was uns verrückt macht

08.07.2017 | 1 Kommentar

Wie uns das Verhalten anderer in Verwirrung stürzen kann

Es gibt ein paar Wege Menschen vollkommen zu verunsichern oder gar verrückt zu machen.

In diesem Video beschreibe ich, was ein double bind ist und warum die meisten von uns leider vertraut sind mit double binds.

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Sind wir in der Nähe von Menschen, die ständig ein double bind nutzen fangen wir an uns selbst in Frage zu stellen, vor allem wenn diese Menschen uns nah sind oder wir gar -wie als Kind – auf sie angewiesen sind. Durch sich widersprechende Nachrichten haben wir irgendwann das Gefühl, das mit unserer Wahrnehmung etwas nicht stimmt und dies führt oft dazu, dass wir als Erwachsene schlechte Entscheidungen treffen, vor allem was andere Menschen betrifft.

Ein Double bind ist eine sich widersprechende Kommunikation, die der Sender nicht auflöst, sondern darauf beharrt, dass die Kommunikation eindeutig ist. Es gibt jedoch noch weitere Wege, andere verrückt zu machen. Leider sind auch diese nicht unüblich in der Kindererziehung und können schwerwiegende Folgen hinterlassen.

Gerade auch traumatische Ereignisse, die durch enge Bezugspersonen verursacht werden sind immer verwirrend. Einerseits ist die Person die wichtigste Bezugsperson und soll Sicherheit im Leben des Kindes geben und andererseits tut sie Dinge, die unangenehm, überwältigend, demütigend oder brutal sind. Dies kann ein Kind nicht begreifen.

In solchen Situationen wird das Kind selbst innerlich von zwei sich vollkommen widersprechenden Instinkten beherrscht:

Einerseits wird der Fluchtreflex ausgelöst und andererseits wird der Bindungsreflex ausgelöst, der sagt: Suche Schutz bei deiner Bezugsperson!

Man kann sich vorstellen, dass solche Doppelbotschaften (Double binds) für ein Kind zu innerer Überwältigung und vollkommener Verwirrung führen kann. Dies kann auch enorme Auswirkungen auf das spätere Bindungsverhalten in Beziehungen haben.

Bei Wikipedia findest du auch noch eine Erklärung für das Phänomen double bind

Einen noch ausführlicheren und guten Artikel findest du hier: http://www.thur.de/philo/lh/komm4.htm

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1 Kommentar

  1. Ute

    Vielen Dank für den Vortrag über die eigene Wahrnehmung und die Folgen.
    Ich habe mehrere Jahre Therapie gebraucht,um endlich meiner Wahrnehmung zu trauen,wurde von der Traumatherapeutin darin ganz stark unterstützt.
    Als aber ein Konflikt mit ihr auftrat,gingen bei ihr die „Klappen zu“,so wie bei so vielen anderen Menschen auch.
    Stephen Porges beschreibt sehr schön in seinem neuesten Buch wie wenig Einfluss dann der Verstand hat.
    Leider stecken wir da alle wohl im „gleichen Boot“.
    Es wird mir für den Alltag wichtiger authentisch meinem Gegenüber entgegenzutreten,bei Konflikten die eigene Wahrnehmung einer kritischen Prüfung zu unterstellen und zu hoffen,dass eine größeres Bewusstsein zustande kommt,dass Konflikte zum Leben gehören und die meisten Menschen eine Entschuldigung gerne annehmen.
    Danke für den Vortrag.

    Antworten

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