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Reframing – Die verborgene Heldin, der verborgene Held in Dir

von | 14.12.2018 | 2 Kommentare

In diesem Beitrag geht es um die Technik des Reframings. Gleich vor ab: Techniken sind genau das – eine Technik. Sie können nie ein Allheilmittel sein oder zu Jedem und Allem passen. Dennoch habe ich im Laufe meiner Arbeit gesehen, dass es etwas gibt, dass uns Allen gemeinsam ist.

​Unser eigenes negatives Selbstbild

Diese Gemeinsamkeit besteht darin unsere eigene Geschichte und uns selbst ​in keinem positiven Licht zu sehen. Wenn uns Gewalt angetan wird, egal in welcher Form, dann bilden wir negative Selbstbilder von uns heraus. Wir denken wir wären es nicht wert, dass jemand liebevoll mit uns umgeht. Aus diesem Selbstbild heraus betrachten und bewerten wir uns dann später im Leben. Genau hier zu intervenieren und dieses negative Selbstbild abzubauen ist sehr schwer.​

​Den Rahmen verändern

Die Technik Reframing versucht einen neuen Rahmen um das gleich Bild zu bauen, d.h. in diesem neuen Rahmen beleuchte ich das, was ich getan habe, anders als vorher. Dadurch kann ich ein neues Verhältnis zu mir und dem Geschehen entwickeln. Es geht hierbei nicht darum, alles in einem positiven Licht zu sehen, was uns passiert ist oder wie wir uns verhalten haben. Das sollten wir uns nicht antun und das ist auch nicht angebracht.
Aber es gibt jemanden, der oder die auf jeden Fall in einem positiveren Licht leuchten sollte und das bist Du!
Die meisten unserer Erinnerungen haben eine emotionale Einfärbung und auf vielen dieser Erinnerungen basiert unsere Geschichte. Dadurch haben wir gelernt uns und unser tägliches Tun aus einem bestimmten Blickwinkel zu betrachten.

​Einen anderen Blickwinkel wagen

Gib Dir darum ein bisschen Raum und Zeit für das folgende Experiment: Besinne Dich zurück in Deine Geschichte und schreibe etwas auf wo Du findest, dass ​alles recht schlecht für Dich war. Und dann versuche Dich und Dein Verhalten damals in einem neuen Licht zu betrachten. Wie wäre es, wenn Du die Heldin oder der Held Deiner Geschichte wärst?
– Ich bin ja längst überzeugt davon, dass Du eine Heldin oder ein Held bist, sonst wärst Du nämlich nicht mehr hier –

​D​u bist Heldin und Held Deiner Geschichte

​Dann schau Dir an, dass diese Heldengeschichte Dein Leben ist, das Du erlebt hast! Was hast Du alles getan, damit Du hier heute überhaupt noch da bist? Wo hast Du Hilfe angenommen, wo hast Du Hilfe bekommen? Wo gab es Erlebnisse, die einfach schön waren? Wo gab es Ressourcen? Einen Baum im Wald oder das gemeinsame Spielen mit Freunden? D​ein Versteck auf dem ​ Dachboden?

​​Verändere den Maßstab deiner Bewertung

Die Mittel die Dir zur Verfügung standen waren vielleicht nicht immer die Besten, aber Du hast sie trotzdem genutzt! Wenn wir den Maßstab verändern, können wir rückschauend vieles anders bewerten. Können uns und unser Verhalten anders bewerten. Erkennen wir, welche Kraft es uns gekostet hat, Dinge zu erleben oder zu überleben, können lernen anzuerkennen, wieviel Stärke in uns liegt, haben Milde für uns und sehen vielleicht, was für Helden wir wirklich sind.

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2 Kommentare

  1. Michael Steger

    Liebe Dami, auch mir wurde als Kind Gewalt angetan..(Prügel…vom Vater..) Danke

    Antworten
  2. pia

    klare worte inmitten dieses stillschweigens, ein licht in der müden stille – ein wunder – aus der not geboren vielen lieben dank

    Antworten

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