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Selbsthass – der große Irrtum der Psyche

von | 23.04.2021 | 38 Kommentare

Selbsthass ist eigentlich Selbstliebe, die falsche Wege geht

Selbsthass ist nicht das, nach was es vordergründig aussieht. Selbsthass hat eine verborgene Funktion, die den meisten Menschen nicht klar ist und die selbst in Psychotherapien häufig übersehen wird.

Was ist Selbsthass und bist du betroffen?

Hass ist ein sehr starkes Wort. Und weil es ein so starkes Wort ist, glauben viele Menschen, dass sie nicht betroffen sind, obwohl es dennoch der Fall ist.
Du kannst dir diese Fragen stellen, um festzustellen, ob du etwas mit dem Thema zu tun hast:

  • Hältst du dich für liebenswert?
  • Magst du deinen Anblick im Spiegel?
  • Magst du deinen Körper?
  • Neigst du zu Perfektionismus?
  • Hast du Minderwertigkeitsgefühle?
  • Denkst du, du musst immer etwas tun, um gut zu sein?
  • Bist du manchmal tief verzweifelt über dich selbst?
  • Sind die Gedanken in deinem Kopf ständig negativ?
  • Bist du sehr kritisch dir selbst gegenüber?

Als Menschen denken wir fast ständig – jeden Tag aufs Neue. Ist dir schon mal bewusst geworden, dass du die meisten deiner Gedanken wieder und wieder und wieder denkst? Welche Gefühlsfarbe haben deine Gedanken?
Die Person, mit der wir am meisten sprechen, sind wir selbst! Ist diese Stimme in deinem Kopf immer freundlich und spricht dir gut zu und ermutigt und lobt dich? Oder kritisiert diese Stimme ständig und „tritt noch hinterher“, wenn etwas falsch gelaufen ist?

Stell dir vor, du hast ein Kind, mit dem du ständig so redest, wie du es in deinem Kopf mit dir selbst tust.

  1. Wie würde sich das Kind fühlen?
  2. Ist es glücklich und fühlt sich geliebt?
  3. Was denkst du, zu welchem Erwachsenen das Kind mit der Zeit wird?
  4. Wird es Selbstbewusstsein entwickeln, neugierig sein und sich für wertvoll und liebenswert halten?

Sicher ist dir klar, dass dein Kind sehr unglücklich, traurig und vielleicht sogar depressiv wird. Es wird ein selbstunsicherer, wenig selbstbewusster Erwachsener, der sich nichts zutraut, Minderwertigkeitskomplexe hat und immer versucht alles „richtig“ zu machen. Es wird ein Mensch mit einem tiefen Schmerz in sich.

Warum gehen wir mit uns selbst am schlechtesten um?

Die einfache Antwort ist: Weil wir genau das gelernt haben!

Hast du schon mal ein kleines Kind gesehen, dass mit seinen Eltern fließend Französisch spricht, obwohl es mit der deutschen Sprache aufgewachsen ist? Wohl eher nicht!
Wir sprechen die Sprache, die unsere Eltern mit uns sprechen. Das ist normal und logisch.
Niemand wundert sich darüber.
Genauso sprechen wir in unserem Kopf mit uns selbst die Sprache, die wir als erstes von unseren Eltern oder Hauptbezugspersonen gelernt haben.

Vielleicht fragst du dich nun, warum wir aber mit anderen Menschen so freundlich sind und vollkommen anders mit ihnen umgehen als mit uns selbst? Auch da ist die Antwort ganz einfach: Auch das hast du mal von deinen Eltern gelernt.
Oftmals ist die Sprache und Art und Weise des Umgangs, der innerfamiliär herrscht, nicht identisch mit der Art und Weise, wie nach außen mit „Fremden“ gesprochen wurde. Dort war man freundlich und höflich und wir haben gelernt, wie man sich anderen gegenüber benimmt, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass es dann „zuhause“ auch so ist.

Selbsthass – es bist nicht du, die hasst

Jeder Mensch kann nur bis zu einem gewissen Grad Schmerzen aushalten. Dies gilt sowohl für psychische als auch körperliche Schmerzen. Wir versuchen auszuweichen, wir schalten uns ab und wir versuchen uns zu schützen. Wir suchen nach Strategien, dem Schmerz zu entkommen.
Dieser Schmerz kann unterschiedliche Ursachen haben, die uns vielleicht nie bewusst geworden sind. Deswegen denken wir auch, dass etwas mit uns nicht stimmt, wenn wir uns nicht mögen oder sogar komplett ablehnen.
Schmerz kann durch unterschiedlichstes Verhalten unserer Eltern entstehen:

  • Wir waren unerwünscht.
  • Wir mussten noch alleine im Krankenhaus bleiben. Dies löst Todesangst in Babys und Kleinkindern aus.
  • Wir wurden viel alleine gelassen.
  • Unsere Eltern konnten nicht wirklich lieben.
  • Unsere Mutter war depressiv.
  • Ein oder beide Elternteile waren gewalttätig.
  • Wir wurden verbal gedemütigt.
  • Wir wurden sexuell missbraucht.
  • Wir wurden nicht gesehen.
  • Wir mussten unsere Eltern psychisch unterstützen.
  • U.v.m.

Kinder können diese negativen Verhaltensweisen nicht einordnen. Sie tun ihr Bestes, um sich anzupassen und sind vollkommen überfordert.
Und immer schließen sie daraus, dass etwas mit ihnen nicht stimmt und sie nicht liebenswert sind.

Ein solches Trauma kann Schmerzen verursachen – und dies bleibt nicht folgenlos: Kinder und Heranwachsende entwickeln Strategien, um mit diesem nicht auszuhaltenden Schmerz umzugehen. Oftmals behalten wir diese Strategien ein Leben lang bei.

Mögliche Strategien sind z.B. Folgende:

Eine Strategie kann Anpassung und Freundlichkeit sein. Es gibt Menschen, die lächeln immer. Auch wenn es längst nichts mehr zu Lächeln gibt. Manchmal ist Lächeln eine Unterwerfungsgeste, die besagt: „Schau, ich tue dir nichts. Bitte tu mir auch nichts, ich bin lieb und ungefährlich“. Mit dieser Strategie sagt man meist viel zu oft JA, obwohl man innerlich NEIN meint. Man tut Dinge, um zu gefallen, die man hinterher aber bereut. Man wird vielleicht zum seelischen Mülleimer für andere, weil man ja so nett ist.

Eine andere Strategie kann sein, immer „gut“ sein zu wollen und alles immer richtig machen zu wollen. Man überkompensiert die eigene Unsicherheit durch Leistung, Perfektionismus und für andere „da sein“.
Vielleicht wird man zum Workaholic und kann kaum stillsitzen, weil man sofort unruhig wird und das Gefühl hat, keine Lebensberechtigung zu haben, wenn man nichts tut oder leistet.

Eine weitere Strategie kann sein, einfach „verschwinden“ zu wollen. Man versucht, sich unsichtbar zu machen, keinen Staub aufzuwirbeln und am besten gar nicht aufzufallen. Dies versucht man zu erreichen, indem man nichts mehr will, nichts braucht und nichts „Falsches“ sagt. Man will keinen Raum einnehmen und unsichtbar werden.

Mehr Schein als Sein

Innerlich sieht es hinter der Fassade natürlich ganz anders aus. Ein bisschen wie damals im Elternhaus, wo es hinter der Fassade einen lieblosen (oder auch gewaltvollen) Umgang gab, aber nach außen die Fassade der heilen Familie aufrechterhalten wurde. Manchmal bis zu dem Grad, dass alle Familienmitglieder sogar selbst daran geglaubt haben. In diesen Familien gibt es eine Art Hypnose, die immer das gleiche Mantra hat: Ich lebe in einer liebevollen und intakten Familie.

Das führt zu einer inneren Spaltung, in der Menschen ihr Innenleben lange vor anderen geheim halten – oft auch vor nahen Freund*innen oder Partner*innen. Sie fühlen sich minderwertig, wertlos und nicht liebenswert. Manchmal ist ihnen das Ausmaß an Mangel gar nicht bewusst. Sie denken, dass es vollkommen normal ist, wenn man kein Selbstbewusstsein besitzt, sich im Spiegel nicht mag und ständig das Gefühl hat, nicht genug zu sein. Manche Menschen entwickeln das „Imposter Syndrom“, sie haben ständig das Gefühl, nur so zu tun, als ob (sie etwas können oder sind) und dass sie eine große Lüge leben oder sogar selbst eine Lüge sind.
Solange man noch glaubt, aus einer heilen Familie zu kommen, findet man keinen anderen Grund als sich selbst dafür, weshalb man so ist und so unglücklich ist. Etwas muss mit einem selbst falsch sein. Im Grunde denkt man:
Ich bin falsch oder ich bin schlecht.

All diese Gefühle spiegeln jedoch den Umgang und Umgangston mit dir in deiner Ursprungsfamilie indirekt wider. Es bist nicht du, die so mit dir selbst umgeht oder so leben will. Es ist die Sprache, die du als erstes in deinem Leben gelernt hast. Du hast einfach noch keine neue und liebevollere Sprache gelernt.

Was hat dieser Selbsthass mit Selbstliebe zu tun?

Eine Strategie, die Menschen entwickeln, um vor allem seelischen und emotionalen Schmerzen auszuweichen, ist den Schmerz vorwegzunehmen. Wir schlagen uns selbst, bevor es jemand anderes tut. Wir verlassen eine Person, die wir lieben, bevor diese uns verlässt. Wir greifen an, bevor jemand anderes uns angreifen könnte.

Wir bestrafen uns, damit es nicht so weh tut, wenn es die andere Person tut.

Wir versuchen uns vor dem Schmerz zu schützen, indem wir ihn uns selbst zufügen. Wenn ich mich schon nicht mag, dann tut es mir nicht mehr weh, wenn andere mich nicht mehr mögen. Dieser Schutzmechanismus kann auch zu rebellischem Verhalten führen. Er kann dazu führen, dass wir Dinge tun, die wir gar nicht wollen, z.B. mit Menschen Sex haben, die wir nicht mögen, oder dazu, uns permanent abwerten, damit es nicht mehr weh tut, wenn andere es tun.

Diese Strategie mag unlogisch klingen, doch wenn du dir ein bisschen Zeit nimmst, bin ich mir sicher, dass du auch in deinem Leben Punkte findest, an denen du schon so agiert hast. Manchmal boykottieren wir unser eigenes Glück, weil wir Angst haben, dass es endet. Manchmal sagen wir hässliche Dinge, weil uns jemand zu nah kommt. Manchmal machen wir dumme Witze, weil wir es nicht aushalten berührt oder verletzlich zu sein.
Wir vermeiden den Schmerz, indem wir vorsorglich das Schöne kaputt machen.

Es ist eine extreme Strategie, die vor allem einen großen Fehler hat: Sie funktioniert nicht.
Egal wie furchtbar wir mit uns selbst umgehen, egal wie sehr wir uns selbst niedermachen, wenn jemand uns verletzt, tut es trotzdem noch weh.

Das Schreckliche daran ist, dass wir aber die Zeit vorher nie genießen können, weil wir sie uns selbst im Kopf (und manchmal auch real) zerstören. Wir können nicht an uns heranlassen, wenn uns jemand mag und freundlich ist. Wir können die gute Zeit nicht genießen, weil wir schon die schlechte im Kopf haben. Wir können Komplimente nicht hören, weil wir uns selbst sagen, dass es gelogen ist und wir hässlich sind.

Wir verzichten auf unser Leben aus Angst vor dem Schmerz und leben paradoxerweise deswegen in einem nie endenden Schmerz, in Einsamkeit, Scham und Lieblosigkeit.

Dieser selbst zugefügte Schmerz schützt uns außerdem vor einem anderen, noch tieferen Schmerz. Wie wir mit uns selbst umgehen, führt dazu, dass wir uns noch weniger mögen und wir noch wütender auf uns selbst sind.
Dadurch wehren wir den Schmerz ab, zu spüren, dass wir einmal so behandelt worden sind, wie wir behandelt wurden. Wir wehren die Demütigung ab, den Schmerz des Nicht-wirklich-geliebt-worden-Seins, den Horror, die Angst und die tiefe Einsamkeit und Scham, in der wir gelebt haben, und die Gefühle, die nie gesehen wurden.
Dieser Schmerz kann sehr überwältigend und beängstigend sein. Er ist wie die rote Pille im Film „Matrix“. Er führt dazu, dass wir uns selbst, unsere Geschichte und unser Leben plötzlich neu sehen, neu bewerten und der Vorhang der Hypnose weggezogen wird. Dieser Prozess ist schmerzlich und braucht Zeit, doch er wird dein Leben von Grund auf verändern und glücklicher machen.
Denn niemandes Liebe kann dich glücklich machen, wenn du dich selbst nicht magst. Kein Geld der Welt wird dein Leben erfüllt machen, wenn du dich ständig „runtermachst“! Du wirst niemals genug leisten oder tun können, wenn du dich selbst hasst.

Wie können wir Selbsthass überwinden?

Zunächst kann ich dir sagen, wie es nicht funktioniert, auch wenn dies oft als Tipp gegeben wird. Das Wort Tipp oder Rat impliziert immer, dass etwas einfach und schnell geht. Leider ist es das nie und schon gar nicht, wenn es um so tiefe Muster wie Selbstliebe und Selbsthass geht.

Positive Affirmationen und positives Denken werden oft als Tipp und Rat gegen wenig Selbstliebe gegeben. Ich persönlich glaube nicht daran, dass sich allein damit etwas verändert, aber du kannst es selbstverständlich für dich selbst herausfinden. Positives Denken oder positive Affirmationen sind für mich ein wenig so, als wäre ich pleite und verschuldet und sitze zu Hause auf dem Sofa und sage mir den ganzen Tag, dass ich reich und schuldenfrei bin. Positive Affirmationen können mir dann dabei helfen, meine Absicht zu verfolgen, wenn ich für mein Ziel „arbeite“ und etwas dafür tue, dass ich mich verändere. Wenn ich ausschließlich darauf setze, dass sich durch positives Denken etwas verändert,
lege ich eine Phantasie über eine Realität, mit der ich mich nicht auseinandersetzen will. Positive Affirmationen machen selten den Selbsthass darunter weg. Sie können ihn überlagern, was oft zu sehr befremdlichen Ergebnissen führt. Da sind dann Menschen, die Selbstliebe proklamieren, ihnen aber die Wut und die Abneigung aus allen Poren springt. Oder aber so zuckersüß werden, dass ich es auch unglaubwürdig und eher unangenehm finde. Doch das ist nur meine persönliche Meinung und Erfahrung.

Schritt 1:

Zunächst einmal müssen wir anerkennen und wirklich fühlen, was wir mit uns tun. Solange wir unseren eigenen Umgang mit uns verleugnen, die Wirkung nicht anerkennen, unseren selbstverursachten Schmerz verharmlosen und über uns lachen, so lange wird sich nichts ändern.
Die meisten Menschen neigen dazu, so zu tun, als wäre das alles nicht schlimm. Doch das ist es, es ist grausam und es ist schlimm. Es tut weh. Und es macht dir dein Leben kaputt.
Du konntest nichts dafür, wie deine Eltern dich behandelt haben. Deine Eltern sind, wie deine Eltern halt sind. Sie verhalten sich so, wie sie sind, und das hat nichts mit dir zu tun. Gar nichts. Es hatte nie etwas mit dir zu tun und wird nie etwas mit dir zu tun haben.

Doch heute bist du diejenige oder derjenige, die so mit dir umgeht. Erkenne dies an. Es geht nicht darum, dir Schuldgefühle zu machen, sondern dich zu ermuntern, Verantwortung zu übernehmen. Denn nur wenn wir sehen, dass wir etwas selbst tun, können wir es ändern.
Wir können nie das Verhalten einer anderen Person verändern, wir können nur unsere Reaktion darauf ändern. Doch wir können – mit Zeit und Geduld – unser eigenes Verhalten verändern. Dafür müssen wir zulassen zu fühlen – nicht nur zu wissen – welche Konsequenzen unser Tun hat.

In dem Moment, in dem wir zutiefst spüren, was wir uns antun und Kontakt zu dem Schmerz darunter bekommen, beginnt die Veränderung. Veränderung ist weder leicht noch schnell (wer dies behauptet, lügt oder will dir etwas verkaufen). Veränderung ist aber möglich und ist lohnenswert, vor allem, wenn es darum geht, Frieden in dir und mit dir zu finden.

Schritt 2:

Lerne dich zu beobachten und deine Gedanken und dein Verhalten wahrzunehmen. Vielleicht beginnst du bestimmte Auslöser für deine eigene Härte dir selbst gegenüber zu identifizieren. Vielleicht schaffst du es, ab und zu andere Gedanken zu denken, indem du dir sagst: „Nein, da gehe ich jetzt gedanklich nicht entlang. Ich denke bewusst an etwas anderes“. So beginnst du langsam die automatisierten negativen und kritischen Gedanken zu verändern und dich neu zu erziehen und dir eine liebevollere Sprache beizubringen.

Schritt 3:

Du lernst Mitgefühl mit dir selbst. Mitgefühl bedeutet, sich selbst verstehend zu betrachten und das eigene Leiden wahrzunehmen. Es bedeutet nicht, sich zu bedauern, zu jammern und zu klagen und mit allem so weiter zu machen wie immer. Es bedeutet einen liebevollen Blick auf die eigene Menschlichkeit und den eigenen Schmerz einzunehmen und sich selbst zu verzeihen. Es bedeutet anzuerkennen, wie verletzlich man ist und wie gefangen in schmerzlichen Mustern.

Schritt 4:

Sich mit sich selbst anfreunden. Du bist der einzige Mensch, mit dem du sicher alt werden wirst. Du wirst mit dir selbst leben und sterben und jeden Tag verbringen. Dem Leben ist es egal, ob du deine Tage voller Hass auf dich selbst (und letztlich dann auch auf die Welt) verbringst, ob du bitter wirst und unglücklich. Wir leben so oder so unser Leben bis zum Tod.

Für dich und dein Leben, dein Fühlen, deine Lebendigkeit macht es jedoch jeden Unterschied auf der Welt, ob du Freude an dir und deinem Leben hast oder nicht. Es macht dein Leben so viel schöner, wenn du die Person im Spiegel magst und du dich gut leiden kannst. Du wirst so viel glücklicher sterben, wenn du lebendig bist und Liebe in dein Leben und die Welt bringst.

Lerne mit dir so umzugehen, wie mit deiner besten Freundin oder deinem besten Freund. Deine besten Freunde liebst du, auch wenn sie unvollkommen sind. Warum nicht dich selbst?

Vielleicht fragst du dich, warum ich das alles so schreiben und beschreiben kann. Das liegt daran, dass ich diese dunklen Orte alle kenne. Ich war dort und habe dort gelebt. Heute versuche ich in Seminaren, Büchern und Onlinekursen weiter zu geben, was ich gelernt habe. Wenn du mehr darüber lernen möchtest, wie du „Dein eigener bester Freund“ werden kannst, und du von mir dabei unterstützt werden möchtest, dann kannst du auf diesen Link klicken und weiterlesen:
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38 Kommentare

  1. Dascha

    Ein sehr starker Artikel! Danke.

    Antworten
  2. Edna König

    Wie immer bin begeistert.
    Herzlichen Dank
    Edna König

    Antworten
  3. Bea

    Liebe Dami,
    ganz lieben DANK dafür!
    Deine Texte und Videos sind für mich immer sehr hilfreich und ich nehme viel daraus für mich mit. Gerade Selbsthass (in Folge dessen leider auch Selbstverletzungen,) ist bei mir ein großes Thema und passt aktuell gut in meine laufende Therapie.
    DANKE 🙏

    Antworten
  4. Dorothee Camara

    Liebe Dami, Ich danke dir für deine Ausführungen. In dem Moment, in dem ich die Stelle las über die Funktion von SelbstHass, hat mein Körper sehr stark reagiert mit heftigen Weinen und einem ziehenden stechenden Schmerz im oberen Rücken. Der ist auch jetzt noch da. Ich spüre, dass das Thema mich angeht, aber ich spüre nicht den Mut mich damit wirklich zu befassen. Anstatt dessen suche ich nach Hinweisen, die deine Arbeit unglaubwürdig werden lassen. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass bei den abgebildeten Kommentaren zweimal eine E. R. aus Bayern zu finden ist und ich daraus dann den Schluss ziehe: siehst du, ist doch alles gefakt. Grüße aus Köln , Doro

    Antworten
  5. Eva Kuhn

    Wow!!! Was für ein wunderbarer Artikel mit soviel Klarheit und liebevollen Worten!!! Schon beim Lesen kommt der alte Schmerz hoch, ich kenne ihn auch und mir kommen die Tränen. Wir kennen uns leider nicht, liebe Dami, aber beim Lesen habe ich das Gefühl als würden wir uns schon ewig kennen. Danke für all die schönen Worte , gerade jetzt habe ich die Erinnerung daran gebraucht, dass ich mir selbst die beste Mutter sein kann. In all dem Pandemiechaos ist mir das abhanden gekommen. Bitte führe Deine Arbeit weiter, sie ist so immens wichtig, vor allem auch für die nachfolgende Generationen. Damit wir den uns zugefügten Schmerz nicht mehr weiter geben.

    Antworten
  6. Kara Marion Schäffler

    Hallo, in diesem Artikel ist der Kern erfasst, der „Nagel auf den Kopf“ getroffen.
    Vielen Dank dafür!
    Es wird deutlich, dass es sich hierbei um authentische Erfahrungen handelt, die
    sehr differenziert verbalisiert werden. Die Weitergabe ist ein Geschenk an viele
    Menschen, die sich selbst verstehen und heilen wollen.

    Antworten
  7. satin

    Herzlichen Dank, liebe Dami, für diesen wunderbaren Artikel!! Darin werden sich sicher sehr viele Leser wiederfinden. Auf mich treffen einige Punkte deiner obigen Liste zum Elternverhalten zu: Ich war nach der Geburt noch eine Woche allein im Krankenhaus, mein Blut wurde getauscht. Ich erinnere mich bewusst natürlich nicht daran, aber wenn ich mich hineinfühle, kann ich den riesigen, alles ausfüllenden Schmerz fühlen und es steigen augenblicklich Tränen in mir auf. Auch habe ich schon als kleines Mädchen meine Mutter psychisch unterstützt. Dazu die ständige verbale Gewalt zwischen meinen Eltern. Sie konnten und wussten es nicht besser. Ich litt als junge Erwachsene 10 Jahre unter einer heftigen Magersucht und Bulimie, bis ich den Absprung schaffte. Ich habe über 12 Jahre Psychotherapie hinter mir und gehe nun allein meinen Weg. Und fühle mich vom Leben reich beschenkt, all diese (auch sehr schlimmen) Erfahrungen gemacht zu haben und daran wachsen zu dürfen.

    Antworten
  8. Johanna

    Liebe Dami, vielen Dank für dieses Video ! Es rückt zurecht und macht Mut !

    Antworten
  9. Peggy

    Danke Dami…für diese gute Erklärung. Ich hätte nicht gedacht das es Selbsthass ist,aber du hast vollkommen Recht, ich will/wollte es nicht wahr haben.
    Ich versuche seit Jahren meine Mauern etwas weiche werden zu lassen…es ist ein langer Prozess des Selbstverzeihen, Mitgefühl für sich Selbst muss erst gelernt werden.
    Ich danke dir für deine Hilfe und freue mich immer wieder von dir so lehrreiche Beiträge zu bekommen.
    Grüße aus Erlangen von Peggy

    Antworten
  10. Jochen

    Diese Strategie ist meine Strategie. Ich bin so erleichtert, dass jemand sie erkannt und analysiert hat. Vielen Dank!

    Antworten
  11. Monika

    Vielen Dank! Das war einer der besten Newsletter bisher. So schön geschrieben, mit den richtigen Worten und so wahr.

    Alles Gute weiterhin

    Monika

    Antworten
  12. rita becker

    Hallo,
    ich würde gerne am Online-Seminar teilnehmen.
    sien die Zeiten vorgegeben oder findet das Seminar in Form von
    eigenschulung und eigentraining statt.

    Antworten
    • Dami Charf

      Hallo Rita,
      es kommt darauf an, welcher Onlinekurs gemeint ist.
      Der nächste Kurs „Mt Trauma leben“ beginnt im Oktober.
      Unter diesem Link stehen alle Informationen und man kann sich schon
      für den kostenlosen Schnupperkurs eintragen:
      https://traumaheilung.de/mit-trauma-leben/
      Herzliche Grüße
      Dami

      Antworten
  13. Malis

    Liebe Dami, es ist sooo wahr, wie du den Selbsthass beschreibst. Ich
    habe mich durch meine Magersucht zum “ Verschwinden“ gebracht.
    Seit ich deine Online Therapie mache, wird es langsam besser.
    Schon allein dadurch, dass du mich siehst, verstehst und akzeptierst.
    Da fällt es mir leichter, auch mit mir selbst liebevoller umzugehen.
    Mein Verständnis für mich wächst und damit auch die Lebensfreude.
    Ich danke dir!!!

    Antworten
  14. Doris

    Liebe Dani,
    Dein Text und Dein. Ideo treffen bei mir ins Schwarze. Vielen Dank für Deine Analyse und die daraus entstehende Hoffnung und Wegweiser.
    Alles Gute für Dich

    Antworten
  15. Angelika

    Liebe Dami,
    Dein Text und Deine Videobotschaft haben mich sehr berührt, so wie in Deinem Kurs „mit Trauma leben“. Du erklärst so gut und mit so viel Herzenswärme, das tut so gut. Mein Herz öffnet sich und manchmal muss ich auch so weinen, weil Du den Punkt so gut triffst.
    Vielen vielen herzlichen Dank dafür, mein Leben verändert sich zum Guten durch Dich.
    Alles Liebe,
    Angelika

    Antworten
  16. Dagmar

    Liebe Dami, woher wusstest Du, dass ich ausgerechnet heute genau diesen Beitrag bitter nötig habe? 😉
    Vielen Dank. Durch Deinen Artikel habe ich sehr viel neu verstanden und beginne es noch heute in die Tat umzusetzen.
    Man, was für eine lange Reise. Schon so viele Therapiestunden und Coachings und dennoch plumpse ich immer wieder in dieses Loch aus Jammer und Selbsthass und tiefsten Selbstzweifeln. Aber ich habe einen Plan und ich lasse mir mein Leben nicht von diesem finsteren Denken versauen. Ich will da raus und ich schaffe es.
    Danke für Deine Hilfe, liebe Dami. Das war wie eine Erweckung mit Balsam. Liebe Grüße

    Antworten
  17. Margarita Reinmann

    Liebe Dami Charf
    Ich höre Ihnen so gerne zu.
    Was Sie erzählen oder schreiben berührt mich soo tief, ich habe so ein verletztes Kind in mir.
    Ich habe zu meinem grossen Glück eine wunderbare Therapeutin die Ihre Sprache spricht.
    Ich danke Ihnen aus ganzem Herzen.

    Antworten
  18. Kara M.

    Liebe Dami, Dein Artikel trifft den Kern, den „Nagel auf den Kopf“.
    Danke für Deinen differenzierten und engagierten Text und das Video, durch die
    die eigene Authentizität und Erfahrung sehr deutlich wird.

    Antworten
  19. Erna Marian

    Liebe Dami,

    viele gute Gedanken hast du mir geschenkt. Meine Trauma Geschichte habe ich fast aufgearbeitet, habe starke Muskelschmerzen in den Oberschenkeln gehabt, Verwahrlosung war das große Thema. Ich bin dabei einen neuen Weg und neue Bekanntschaften zu gehen und zu finden, ist momentan nicht sehr einfach.

    Vielen Dank für deine wertvollen Beiträge, liebe Grüße aus Wien
    Erna Marian

    Antworten
  20. Ebor

    Hallo Frau Charf,

    vielen Dank für diesen Artikel. Besonders wichtig war für mich dieser Absatz: “

    „Positive Affirmationen und positives Denken werden oft als Tipp und Rat gegen wenig Selbstliebe gegeben. Ich persönlich glaube nicht daran, …“

    Damit habe ich auch versucht zu arbeiten, es änderte sich nichts.
    Mein Bild dazu ist, wenn jemand einen Baum pflanzen möchte und sich ein Buch kauft worin es erklärt wird: Kaufe einen Baum, nehme einfach einen Spaten, grabe ein Loch in den Boden und setze den Baum in das Loch, schaufle die Erde ins Loch und gieße ihn an. Und schon hast Du einen Baum gepflanzt.
    Dann bin ich los mit dem Baum und dem Spaten und hab versucht in den Beton ein Loch zu graben.

    Alles Gute Ihnen.

    Antworten
  21. Anna

    Hallo liebe Dami,
    Danke für diesen Beitrag!!!
    ja, sie haben mich so erzogen, weil sie so waren!!!
    Wahnsinn! Das tut sehr gut es von Dir zu hören! Und es tut verdammt sehr weh, wenn man auf eigenes leben zurückblickt!!
    Und was noch schlimm ist, dass ich auch heute noch Menschen begegne, die mir sagen, dass ich falsch bin! Ich kann das nichts mehr hören!!! (na ja – ich bin unfähig Kritik anzunehmen! – wie manche sagen!) oder werde gemobbt.
    Und so baue ich auch, da wo notwendig! – eine Mauer um mich.
    Inzwischen weiß ich es schon nicht mehr, wer ich eigentlich bin!
    Ich bin lieb – dann bin ich falsch! Ich bin wütend – da bin ich noch schlimmer!!!
    Danke Dami, dass Du es mit Liebe sagst! Mit Mitgefühl und Verständniss!!!
    Das ist ein Balsam – seine Salbe für diese nicht heilende Wunde!!!
    Vielen herzlichen Dank!!!
    Pass auf Dich auf! und bleib Gesund!!
    Lg Anna

    Antworten
  22. Hermann

    Liebe Dami,
    vielen Dank für deinen tiefgründigen Artikel. Es gibt nicht viele Seiten, die sich so intensiv mit Selbsthass auseinandersetzen. Selbst in Psychotherapien werden oft positives Denken und Affirmationen empfohlen, die meiner Meinung und Erfahrung nach nichts bringen und nur etwas goldene Farbe über den „Dreck“ darunter pinseln.
    Ich hatte in den letzten Jahren oft heftige Selbsthass-Attacken, die mich richtig fertig und depressiv gemacht haben. Habe mich oft gefragt, woher diese negativen Gedanken kommen, da ich doch schon Therapien gemacht habe und deshalb „heiler“ und „positiver“ sein müsste. Deine Erklärungen dazu machen absolut Sinn.
    Was mir letztlich sehr geholfen hat, waren zum einen mehrere Hypnosesitzungen, in denen ich an den verborgenen Schmerz aus meiner Kindheit kommen und ihn fühlen konnte. Ebenso die Arbeit mit dem inneren Kind, in der ich einen freundlichen Umgang mit mir lernen konnte. Ebenfalls sehr wertvoll wenn auch heftig, war die Spiegelübung. Da ich mich zeitweise so hässlich fühlte und meinen Anblick im Spiegel kaum ertragen konnte (dann waren die kritischen Stimmen besonders aktiv), habe ich folgendes ausprobiert: Jeden Abend habe ich mich für ca. 15 Minuten vor den Spiegel gesetzt und mich auf meine vermeintlichen Makel konzentriert. Dabei wurden die vernichtenden Stimmen richtig laut und mein Körper fing vor Angst zu zittern an. Mir selbst habe ich dabei gesagt, dass ich hier bleibe, nicht vor dem Gefühl wegrenne und das jetzt aushalten kann. Ich denke, dahinter steckte die Angst, verlassen, ausgegrenzt und verstoßen zu werden. Irgendwann hörte dann das Zittern auf und ich wurde sehr ruhig.
    Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass sich mein negatives Selbstbild verändert hat und ich jetzt manchmal „Attacken“ von Selbstliebe habe. Dass ich mich toll finde, so wie ich bin, und ich mich an mir selbst erfreue. Das ist ziemlich neu für mich. Dies bereichert mein Leben natürlich sehr und ich habe das Gefühl, zu neuen Ufern aufbrechen zu können. Natürlich ist das Ganze ein Prozess und es geht nicht von heute auf morgen und wird vielleicht ein lebenslanger sein. Aber die Mühe ist es auf jeden Fall wert.
    Alles Liebe und danke für deine wertvolle Arbeit, Dami.

    Antworten
  23. Andrea Dreibach

    Liebe Dami, mein erster Impuls, was ich dir nach diesem Video sagen möchte, ist „Ich liebe Dich“. Dann dachte ich, das kann ich doch nicht sagen…aber ich traue mich, es so stehen zu lassen…Du bringst soviel Gutes in die Welt und ich sage „Danke“ für dein Verständnis und deine Zuneigung für die vielen traumatisierten Menschen <3<3<3

    Antworten
  24. Solveig

    Hallo Dami,

    deine Worte und auch das sehr authentische Video zum Thema Selbsthass, haben mich sehr nachdenklich werden lassen und sehr tief berührt. Es tut so verdammt weh, festzustellen, dass ich 40 Jahre nicht mein Leben gelebt, sondern wie Du es sehr treffend beschreibst, nach dem Schlüssel gesucht habe, um vielleicht dann doch irgendwann geliebt und mal in den Arm genommen zu werden.
    Ich danke Dir für das was Du uns allen weitergibst. Es macht, trotz dieses irren Schmerzes, Hoffnung. Hoffnung auf das Selbst sein, auch wenn das wohl noch lange dauern wird. Danke!!! LG aus Berlin sendet Dir Solveig

    Antworten
  25. Margit

    Liebe Dami,
    herzlichen Dank für diesen aufschlußreichen Artikel, der mich sehr berührt hat.
    Viele Jahre Psychotherapie und niemand sagt mir das, jetzt verstehe ich so viel.
    Danke von Herzen!
    Lg, Margit

    Antworten
  26. Ulrike Damm

    Liebe Dami,
    der Artikel spricht mir aus der Seele und ich kann ganz viel davon nachvollziehen und vor allem auch nachempfinden. Meine Gedanken haben und machen mir mein Leben zur Qual und ich stehe schon morgens mit ihnen auf. Ich hoffe, dass alle Betroffenen irgendwann ihren Weg finden mit diesem Schmerz umzugehen und das Leben zu genießen (ich hasse dieses Wort, weil ich es oft nicht kann)…. schon wieder Hass.
    Vielen Dank für deine Unterstützung in jeglicher Hinsicht. Nicht umsonst bin ich in deinem Kurs „mit Trauma leben“. Vieles darin ist sehr hilfreich und trägt zu einem tieferen Verständnis bei. LG Ulrike

    Antworten
  27. Janne

    Liebe Dami, wieder mal hat mich Dein Video direkt im Herzen berührt. Oft sitze dann schau,schaue und lausche und die Tränen rollen. Selbsthass ist auch mein grosses Thema und ich konnte dir gut folgen, hatte immer gleich passende Beispiele aus meiner Erziehung ( was für ein Wort ?! ) vor meinem inneren Auge.
    Deine Videos sind die perfekte Ergänzung zu meiner Therapie, danke dass Du uns begleitest! Ich möchte diesen schrecklichen Weg mich und die Welt zu hassen nicht länger weitergehen. Ich freue mich auf noch ganz viele Videos von Dir! Herzlichst Janne

    Antworten
  28. Anne

    Liebe Dami, deine authentischen, lebensechten Beiträge sind so hilfreich und heilsam. Ganz herzlichen Dank dafür!

    Antworten
  29. Esther Vix

    Hallo Dami,
    Ich bin erstaunt und berührt wie genau du die dunklen Orte beschreibst und deine Analyse zeigt erschreckend genau wie sich der Selbsthass durchs Leben frisst und den Raum zum Atmen immer kleiner Macht, das Blickfeld immer mehr verengt. Um aus dieser Verkrümmung herauszuteten muss ich persönlich das Wort von außen zulassen. Meine Selbstansprache hilft nur insoweit, als dass ich stoppe, mich selbst zu beschimpfen und zu beschämen. Die Unfähigkeit meiner Eltern mir einen liebevollen Blick auf mich zu vermitteln zeigt ja dass es immer ein DU braucht, das einen ansieht und willkommen heißt. In meiner Kindheit hab ich diesen Blick schmerzlich vermisst. Heute als Erwachsene bin ich dem „fehlenden“ Du nicht mehr so hilflos ausgeliefert wie damals, aber angewiesen bin ich persönlich trotzdem auf dieses Du, das mich immer wieder einlädt meine alt eingeübte Sicht auf mich aufzugeben und die neue Sicht zuzulassen, mich in sie hinein verwandeln zu lassen. Das fällt mir oft schon sehr schwer genug. Aber die Beziehung motiviert mich zuzulassen, die andere Sicht mitzuleben, sozusagen über die Brücke der Liebe des anderen zur Selbstliebe zu finden. Immer und immer wieder bin ich auf diesen Blick, dieses Du angewiesen. Den Kampf gegen die dunklen Orte gewinne ich persönlich nur in dem ich mich von den hellen Orten – Freunden, meinem Mann, von Gott- anziehen lasse. Alleine bin ich der Anziehung der alten vertrauten Muster schnell erlegen, besonders wenn es stressig wird.

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  30. Heike E. Fleming

    Liebe Dami Charf,

    ich möchte mich ganz einfach bedanken für Deine so hilfreichen Bücher, Emails und Videos.

    Sowohl mir selbst als auch anderen Menschen in meinem Bekanntenkreis waren und sind Deine Gedanken und Erfahrungen als auch Dein großer Schatz an Wissen über Traumasysteme so wertvoll, dass es eigentlich nicht möglich ist, dies mit Worten ausdrücken.

    Gerade Deine so große Authentizität und sogar über das Medium Video erfahrbare emotionale, geistige und körperliche Präsenz sind so wohltuend und heilsam. Ich erlebe immer wieder eine echte Menschlichkeit und Güte mit dem echten überbordenden Wunsch, Menschen zu helfen.

    Dafür möchte ich mit ganzem Herzen meine Dankbarkeit und auch Liebe ausdrücken.

    Menschen, wie Du es bist, brauchen wir in dieser Welt.

    Namasté

    Heike E. Fleming

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    • Dami Charf

      Liebe Heike,
      vielen Dank und alles Liebe auch für dich!
      Herzliche Grüße
      Dami

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  31. Angie

    Vielen Dank, liebe Dami. Deine Worte haben mich tief beeindruckt… Du hast so Recht! Viele liebe Grüße Angie

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    • Dami Charf

      Vielen Dank!

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  32. gabi

    enorm.
    Ich finde mich 150% wieder in der Selbsthass Beschreibung.

    Ich hoffe dass ich mit ….Therapie…n…..etc… irgendwann an den Punkt komme, dass ich es rausheulen kann.

    G.D.

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  33. Birgit

    Danke,Dami,endlich konnte ich mal wieder weinen über mich selbst.Jetzt verstehe ich besser,was mir widerfahren ist u. warum ich mich immer gegen das Glück entschieden habe,bis vor kurzem.Du bringst das mit so einer Klarheit rüber weil es deine eigenen Erfahrungen sind.Meine Therapeutin will mit mir keine Traumatherapie machen,also mache ich sie selbst.Dein Beitrag hilft mir dabei u. ich komme wieder ein Stück vorwärts.

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  34. Sabine Neumann

    Liebe Dami, eben habe ich durch Zufall Deinen Artikel zum Thema Selbsthass gelesen. Ich bin erschüttert , denn ich erkannte mich an so vielen Stellen wieder … unfassbar. Ein Punkt unter anderem ist meine Zeit im Brutkasten, alleine für 3 Monate … ich werde sehen, was ich aus Deinem Artikel für mich mitnehmen kann. Ich danke Dir!

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  35. Phil

    Das ist einer der besten Artikel die ich zu diesem Thema gelesen habe. Ich bin schwer depressiv mit viel Therapieerfahrung und alles trifft ins Schwarze. Es ist im Prinzip das, was dir ein wirklich guter Psychotherapeut sagt. Ich bin begeistert, leider gibt es einen Überfluss an stumpsinnigen Artikeln die nicht mal verstehen über was sie schreiben. Eine angenehme Abwechslung

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  1. Selbst-Verachtung – Sonnenspirit - […] hier der dazugehörige Artikel: https://traumaheilung.de/selbsthass-der-grosse-irrtum-der-psyche/ […]
  2. Lerne deinen Schmerz zu heilen – heilungistwichtig.de - […] Selbsthass – der große Irrtum der Psyche […]
  3. Coming To Terms…? – Late.Shift - […] self esteem is a big one, not only for traumatized individuals. (this source in German, hope that GoogleTranslate will…
  4. Selbsthass – der große Irrtum der Psyche – Psy Tips - […] Den vollständigen Artikel findest du hier: https://traumaheilung.de/selbsthass-der-grosse-irrtum-der-psyche/ […]

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