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Trauma und Beziehung

von | 11.07.2017 | 10 Kommentare

Die Auswirkungen von frühen Verletzungen auf unsere Beziehungen

Beziehung sind ein wichtiger Bestandteil unseres Leben und haben enorme Auswirkung darauf, wie glücklich und erfüllt wir unser Leben wahrnehmen.

Leider sind gerade Liebesbeziehungen nicht immer einfach. Gerade, wenn wir in der Kindheit abgelehnt worden sind, distanzierte Eltern hatten oder schlimmeres, werden wir als Erwachsene in unseren Beziehungen -vor allem in Liebesbeziehungen – von diesen frühen Gefühlen heimgesucht.

Sie zeigen sich in allen möglichen Formen:

  • Wir verlieben uns in Menschen, die sich nicht in uns verlieben oder schon gebunden sind
  • wir suchen uns Partner, die uns nicht zugewandt sind und Nähe vermeiden.
  • Wir suchen uns Partner, die kalt sind
  • Wir suchen uns Partner, die uns belügen
  • Wir suchen uns Partner, die total klammern und uns ersticken
    etc.

Außerdem zeigt sich natürlich auch in unserem eigene Verhalten verschiedene Schwierigkeiten. Diese können sein: Nähe kaum zulassen zu können. Häufige Dramen zu inszenieren. Immer wieder in völlige Unsicherheit zu verfallen. Nicht alleine sein zu können uva.

All dies ist angelegt in unseren sog. Bindungsmustern, die sich im 1. Lebensjahr schon entwickeln. Hier entwickeln wir ein Muster, das uns ermöglicht so viel wie möglich mit unserer Bezugsperson in Kontakt zu sein.
Dieses Muster ist in der Kindheit ein Überlebensmuster, das sich an eine Bezugsperson anpasst, die vielleicht selbst nicht Liebes- oder Beziehungsfähig ist.

Später erst zeigt sich dann, wie ungesund dieses Muster ist.

Häufig lässt es sich bei traumatisierten Menschen erkennen, dass sie sich zudem auch noch in andere traumatisierte Menschen verlieben und hier kommt ein Muster zum tragen, das sich traumatic Bonding nennt. Die beiden Verliebten erleben zunächst den Himmel auf Erden. Fühlen sich zutiefst verstanden und verbunden.
Nach einiger Zeit beginnt dann jedoch oft die sog. traumatische Übertragung und dann wird es, um es nett auszudrücken, häufig kompliziert und schmerzhaft.

In diesem Video versuche ich dir ein bisschen mehr über diese Muster zu erklären:

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Transkript:

Partnerschaften und Liebesbeziehungen sind für viele Menschen mit einer Traumatisierung oft nicht so einfach. Allerdings geht es hier auch oft um das Thema Bindung und das Thema Bindung platziere ich sehr stark im Bereich Entwicklungstrauma, denn es ist oft ein Teil davon.

Unter Bindung verstehen wir die Art und Weise wie wir mit Menschen in Verbindung gehen. Zeigen tun sich unsere sogenannten Bindungsmuster vor allem in Liebesbeziehungen. In allen anderen Beziehungen kommt es sozusagen zum Vorschein, aber oftmals nicht in der Deutlichkeit und Massivität wie wir diese plötzlich in einer Liebesbeziehung sehen. Das wir uns dort immer auf die gleiche Weise verhalten und uns womöglich immer die gleichen Dinge Angst machen und wir das Gefühl haben wir scheitern auch immer an den gleichen Felsen miteinander.

Und ein großes Thema darin nennt man „traumatische Bindung“, das heißt es gibt eine Art und Weise wie Menschen, wenn beide traumatisiert sind und sich diese Bindungsmuster am stärksten bemerkbar machen, miteinander in Kontakt gehen.

Traumatisierungen hinterlassen nicht nur negative Spuren in uns, sondern es gibt mittlerweile auch ein riesiges Feld, das sogenannte traumatische Wachstum. Menschen, die ein Trauma integriert haben und davon berichten wie viel reicher ihr Leben einfach ist und wie viel bewusster sie heute leben. Wie viel empathischer sie mit der Welt sind, mit sich selbst und andere Dinge. Diese Menschen haben auf ihr Trauma hin ihr Leben umgestaltet.

Dies ist ein Feld. Es gibt aber auch sozusagen eine Intensität die Menschen mit Trauma in sich tragen. Ein Erleben von Leben und Tod macht meiner Meinung auch oftmals Türen auf die in unsere eigenen Tiefen führen. Vielleicht auch in die Tiefen dieser Welt. Das mag ich nicht zu beurteilen oder zu sagen, aber es macht auf jeden Fall die Türen auf zu unseren eigenen Tiefen und Abgründen natürlich auch, aber aus dieser Tiefe hinaus in eine Begegnung zu gehen kann einfach hochintensiv sein. Und wenn zwei Menschen das machen, sich aus dieser Intensität zu begegnen, dann passiert durchaus etwas sehr magisches. Man begegnet sich auf eine magische Weise. Da ist so viel Intensität drin, da ist so viel Liebe drin, am Anfang auch oft sehr viel Begehren und Zuwendung. Man fühlt sich unendlich verstanden und hat das Gefühl „Jetzt komme ich an“. Und das ist natürlich ein riesiges Geschenk, das kann zum Teil wunderschön sein.

Nach zwei bis drei Monaten, manchmal auch einem halben Jahr, fängt das, was da noch drunter liegt (nämlich die Zerstörungskraft die ein Trauma hat), an aktiv zu werden. Vor allem wenn wir frühe Traumatisierungen haben, die auch mit unserer Bezugsperson passiert sind, dann sind Menschen die uns nahe kommen mit dem Marker „Gefährlich“ versehen. Dann beginnt ein Ping-Pong Spiel von Übertragung und Projektion und dies kann dann zu einem wahnsinnig explosiven Gemisch werden. Oftmals scheitern Leute daran, wenn auf einmal diese ganzen Verletzungen hochkommen und die Traumata aktiviert werden.

Hier liegt allerdings die Chance darin wenn man miteinander gehen kann und miteinander reden kann, wenn man auch Unterstützung von außen erhalten kann und wenn möglichst Beide in der Lage sind die Metaebene halten zu können. Das heißt immer wieder hoch gehen zu können und sich zu fragen „Was passiert denn hier jetzt?“ und dem Partner klar zu machen, das es nichts mit ihm zu tun hat und man seine eigene Situation erst einmal klären muss. Wenn man die Projektion immer wieder löst, dann hat man eine riesige Chance hier einen transformativen Prozess zu machen.

Wenn Beide aber noch sehr identifiziert sind und noch tief drin hängen, dann führt dies oft zu vielen neuen Verletzungen, zu viel Schmerz und Leid. Weil es eben so nah ist und man sich auch nicht trennen will, weil es so schön war und man auch das Potenzial der Schönheit und der Liebe darin auch spüren kann. Und dann kommt der ganze andere Kram hoch und fängt an diese Bindung zu zerstören.

Das ist tragisch und ich kann Dir an dieser Stelle auch keine schnelle Lösung geben, aber ich möchte sagen das es dies gibt und es nichts individuelles ist das nur Du hast und es wirklich bei vielen Menschen in Gang kommt die so ein Trauma in sich tragen.

Dieses „Traumatic Bonding“ basiert auf einer sehr starke Bindung mit viel Energie und kann aber auch unter Umständen sehr anstrengend sein. Das hat nichts damit zu tun das Du persönlich falsch bist sondern es ist leider einfach eine Traumafolge über die nicht so viel gesprochen wird, aber die dennoch da ist. Das die Magie sich in Horror verwandeln kann. Auf verschiedenen Stärkestufen natürlich.

Du brauchst also Verständnis für dich und Verständnis für deinen Partner oder deine Partnerin und das ganze distanziert betrachten kannst. Das Du siehst, hier kommen unsere Muster in Gange, hier arbeiten sich Muster aneinander ab. Und wenn du das schaffst, immer wieder raus zu gehen und zu betrachten was da passiert dann habt ihr natürlich auch die Chance hier eine wunderbare Beziehung aufzubauen. Aber ihr braucht immer wieder dieses Auseinander gehen, reflektieren, anschauen und auch Hilfe von Außen die das unterstützt damit ihr euch wieder klar begegnen könnt. Damit nicht immer in diesem Feld zwischen „Dir“ und „Mir“ diese Haufen an Projektionen und Übertragungen steht.

Traumatic Bonding existiert und es kann eine Herausforderung sein damit umzugehen und das Wissen, das ich dir vermittelt habe kannst du vielleicht nutzen um ein wenig milder mit dir und ein wenig milder mit deinem Partner umzugehen und ihr sehen könnt, das es ein Muster hat. Wie ich schon gesagt habe gibt es leider keine schnelle Lösung, die gibt es nie, aber es geht darum immer mehr beobachten zu lernen und immer mehr zu lernen darin auszuatmen und es betrachten zu können als etwas, das in uns arbeitet. Um Schritt für Schritt da hinaus gehen zu können.

Dabei wünsche ich dir alles Gute und hoffe, du konntest ein paar Anregungen finden.

Bis zum nächsten Mal
Dami

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10 Kommentare

  1. Melina

    Ja, aber das funktioniert nur wenn beide fähig sind und das Bewußtsein der notwendigen Metaebene haben und reflektieren können.

    Antworten
  2. Margrit

    Liebe Dami
    vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel und das Video dazu.
    Genau diese Situation habe ich erlebt, und vom Gegenüber immer wieder
    gehört, dass ich „falsch“ bin.
    Ich hatte aber immer im Gefühl gehabt, dass wir einander nicht nur aus Zufall begegnet sind. Wir haben eine Chance erhalten uns zusammen zu „heilen“. Leider geht es nicht, weil, wie Melina schreibt, beide das Bewusstsein haben müssen. Aber, mit diesem Wissen, kann ich ihm und mir gegenüber viel liebevoller sein und es mal so stehen lassen.

    Antworten
  3. annette

    SCHEISSE -SCHEISSE -SCHEISSEEEEEEEE…jaaaaaaaaaa du hast so Recht,Dami

    Antworten
  4. Ramona

    Lieben Dank für den sehr hilfreichen und aufschlussreichen Artikel!
    Er beantwortet meine momentane verzweifelte Frage, warum ich mich und meine Freundin, zum wievielten mal, endgültig, von ihr Seite aus, schwerenherzens trennen mussten.
    Mir war schon Lage bewusst, dass wir uns gegenseitig triggerten. Wir hofften immer von neuem, wir könnten es mit Unterstützung schaffen, unsere Schwierigkeiten gemeinsam zu bewältigen.
    Doch unsere tiefen Traumas sind zu mächtig. Leider!!! Denn ich spürte noch nie so eine Verbundenheit wie mit ihr.
    Tief in meinem Herzen lebt ein winzig kleiner Hoffnungsschimmer uns irgendwann, wenn wir uns ein Stück geheilt haben ,auf einer neuen Ebene zu begegnen.
    Aber zu allererst kümmere ich mich um mein verletztes und bedürftiges Kind. Ich schenke ihm jetzt die Aufmerksamkeit, die es jetzt braucht.
    Erst dann bin ich wirklich bereit für eine Liebesbeziehung.
    Ich möchte lernen emotionsl für mich selber zu sorgen und es nicht von meiner Partnerin erwarten. Wünschen ja. Doch sie entscheidet, ob sie mir den Wunsch erfüllen kann und möchte.
    Ich bin sehr erleichtert, dass ich endlich weiß, woher meine Beziehungsprobleme stammen!
    Und sich kompetente Menschen damit auseinander setzen, um andere Menschen bei der Heilung zu unterstützen. Dafür bin ich sehr dankbar!

    Antworten
  5. Mike

    Hallo und ja, sich mit traumatic bonding im Leben auseinandersetzen ist schwer und die Erfahrungen meiner Frau und mir damit sind recht frisch. Zum einen der eigene Schmerz aus den frühen Verletzungen und zum anderen der Schmerz des Partners/ der Partnerin aus seiner/ ihrer verletzenden Vergangenheit. Mich nicht angenommen, nicht geliebt und ihrem scheinbarem Desinteresse, an den mich persönlich betreffend und ungünstig verlaufenden Dingen, triggerte Gefühle von Hilflosigkeit und Ohnmacht, wurde zu Wut, Verzweiflung und Traurigkeit. Das ich Trigger für ihre Vergangenheit war und sie sich deshalb distanziert verhielt, schmerzte zusätzlich und beidseitig haben wir uns damit nur in uns befunden. Ich habe umdenken müssen, weil wir das was wir uns augenscheinlich gegenseitig antaten, nicht uns antun wollten, sondern den Menschen aus unser beider unverarbeiteten Vergangenheit. Wir waren nicht gegenseitiges Zielobjekt und damit entstand in mir eine große Entspannung und auch Scham und nun fühle ich Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür das ich durch meine Frau die Gefühle von Wut, riesiger Enttäuschung und den, mein Leben bestimmenden seelischen Schmerz,meiner Mutter mitteilen konnte. Im realen Leben ging das nicht. Ich habe ihr das Angebot gemacht, ihre Vergangenheit auch so betrachten zu dürfen, sich darin rückwirkend und erfolgreich gewehrt zu haben. Und ich freue mich für sie. Und das macht auch gerade sehr viel mit uns und in uns. Wir sind noch verheiratet und wohnen vorübergehend in getrennten Wohnungen. Ich weiß, den eigenen Schmerz als ein Geschenk der Möglichkeit zu betrachten, dass der Partner Trauma verarbeiten kann und den Schmerz des Partners als das Geschenk zur Unterstützung der eigenen Bewältigung zu betrachten wirkt bizarr. Mir hat es geholfen die Sichtweise dahingehend zu verändern und was dies bringt werden wir sehen. Ich glaube das, auch wenn ein anderer für die Bewältigung von Traumata unbewusst herhielt und wenn ich das erkenne und ihm dann dafür dankbar bin, Besserung möglich ist.

    Antworten
  6. Mike

    Lieben und herzlichen Dank an Dich Dami.
    Viel Inspiration habe ich aus Deinen Schriften und Videos erhalten.

    Antworten
  7. Tobias Spranger

    Vielen Dank für den wertvollen Artikel. Das Vertrauen in einer gestörten Beziehung neu aufzubauen geht nicht so leicht, wie sich das manch einer vorstellt. Vorausgegangen sind meist schwerwiegende Vertrauensbrüche, und die wieder aus der Welt zu schaffen ist nicht so einfach.
    Beispiele für das zerstörerische Verhalten in Beziehungen ist das Fremdgehen oder das Verheimlichen von Schulden. Oder ständige Kränkungen und Beleidigungen. Diese Dinge empfindet der betroffene Partner als sehr schmerzlich. Es geht ja meist um sehr sensible Bereiche im Miteinander von zwei Menschen. In meinem Umfeld gibt es dennoch Paare, die trotz jahrelangen und dramatischen Fehlschritten durch einen der beiden Partner einen Neuanfang wagen wollen. Sie trauen sich, diesen Schritt zu gehen. Und das bedeutet, viel Mut dazu aufzubringen.
    Sich selber, einem neuen Partner oder dem alten eine zweite und neue Chance zu geben bedeutet, wieder von vorne anzufangen. Dafür muss man aber das Alte hinter sich lassen. Neues Vertrauen entsteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Die alten Fehler sollen sich schließlich nicht wiederholen. Man will nicht dasselbe nochmals erleben. Das wäre eine komplette Niederlage für einem selber.
    Aber so leicht lässt es sich nicht vergeben und vergessen. Viele Gespräche und die Vermittlung der eigenen Erlebnisse und Verletzungen, Verständnis für entstandene Emotionen, machen es erst möglich, das Geschehene zu verarbeiten. Oft kann ein Therapeut helfen, die gemachten Erfahrungen – vielleicht sogar Traumata – zu verarbeiten
    Mit war es dadurch wieder möglich, vertrauensvoll einer neuen Partnerin zu begegnen. Die Sensibilität gegenüber möglichen neuerlichen negativen Erfahrungen bleibt oft noch einige Zeit bestehen. Es ist aber wichtig, dem anderen nicht ständig mit Misstrauen bei allen möglichen Anlässen zu begegnen. Das erfordert eine gewisse Disziplin. Denn es kommen mit Sicherheit immer wieder mal wieder die alten Emotionen hoch, die dann wieder zu Abwehrreaktionen verleiten.
    Vertrauen in einer Partnerschaft kann nur entstehen, wenn man nicht ständig an die eigenen Vorbehalte gegenüber einer Partnerin denkt. Das ist eine wichtige Voraussetzung für einen harmonischen und liebevollen Umgang miteinander. Ist das gelungen, steht der Liebe und Beziehung kaum noch etwas im Wege.

    Antworten
  8. Reinhard

    Jeden Satz kann ich bestätigen.
    Bin mit meiner Partnerin fast vier Jahre zusammen.
    Aktuell haben wir unsere Beziehung beendet weil es leider nicht geht.
    Unsere Traumata sind leider zu stark .
    Meine Partnerin ist seit Jahren in therapeutischer Behandlung.
    Wir versuchen es jetzt als Freunde.
    Aber auch das wird schmerzhaft werden.
    Jedenfalls fühlt es sich bis jetzt nicht gut an,ich bin das was man der ängstlich ambivalente Beziehungstyp nennt.
    Meine Partnerin das Gegenteil.
    Unser Erleben aus der Vergangenheit war einfach zu krass zu Überwältigend.

    Antworten
  9. Even

    Liebe Dami,

    danke für deine tolle Erklärung.
    Ich weiß nicht, ob ich ein Trauma aus meiner Kindheit habe. Schön war sie nicht.
    Genau wie die Kindheit meines Ex-Partners. Aktuell habe ich eher den Eindruck, dass sein emotionaler Missbrauch an mir, sein Trauma auf mich übertragen hat. Denn das was ich fühle oder aktuell durchlebe, fühlt sich fremdartig an und so, als gehörte es nicht zu mir.
    Was gleichzeitig zu dieser „magischen“ Verbindung führt, die du erwähnst. Selbst in unsere „Off-Phasen“ in denen wir Wochen und Monate keinen Kontakt haben, kann ich spüren, wenn es ihm nicht gut geht. Das ist dann meistens der Auslöser, warum ich mich wieder bei ihm melde. Und es ist dann tatsächlich so. (Todesfall oder Krankheit…usw)

    Trotzdem muss ich nun für immer gehen und dieses Gefühl ignorieren, denn er saugt mich aus und geht, wenn er wieder von mir ausgerichtet wurde.

    LG

    Antworten

Trackbacks/Pingbacks

  1. Dieser Satz ist eine Ohrfeige - Dami Charf - […] ich halt!“ ist hier nur ein Beispiel dafür. Du wirst bestimmt mehrere Formulierungen finden, die Beziehung unterbrechen und kappen und…

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