Von Symptomen und Ursachen

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Symptome sind selten die Ursache

Hallo,

vielleicht hast du dir schon mal die Frage gestellt: “Warum ich? Warum nur habe ich dieses Leiden und wieso werde ich es nicht los?“

Diese Frage stellen sich fast alle Menschen, die länger an etwas leiden. Wir wollen wissen, warum unser Leben so leidvoll ist und vor allem möchten wir eigentlich wissen, wie wir dieses Leiden wieder loswerden!

Auf der Suche nach Erklärungen

Diese Frage hat dich wahrscheinlich hierhergeführt und du bist dabei, Wissen zu sammeln, um dich selbst besser zu verstehen und eine Lösung für deine Probleme zu finden.

Menschen suchen immer nach Verständnis und Kategorien, in die sie Dinge einordnen können. Wir denken tatsächlich in Assoziationen und Schubladen. Dieses Schubladendenken macht das Leben einfacher, aber es macht uns auch blind für komplexere Zusammenhänge oder alternative Erklärungsmuster.

Schauen wir uns Formen des Leidens an, so finden wir sehr unterschiedliche Schubladen:

Schmerzen
Depressionen
Angstzustände
Traumatisierungen
Zwangsstörungen
Borderlinestörungen
U.v.m.
Jede und jeder Betroffene fängt irgendwann an, sich in diese Kategorien einzuordnen und bekommt so einige Erklärungen darüber, woran er oder sie leidet. Das kennst du sicher auch!? Auf den ersten Blick ist diese Erkenntnis dann erleichternd….auf längere Sicht hilft sie jedoch nicht weiter.

Symptome sind nicht die Ursache

Wir bleiben in den „Symptomen“ hängen und werden nach ihnen behandelt. Häufig bleiben dabei tiefere Ursachen unbeachtet, weil sie aus der Schublade herausfallen.

In den letzten Jahren haben namhafte Forscher einiges über die tieferen Ursachen von Leidensformen herausgefunden und aus dieser Sicht geht es nicht mehr um unterschiedliche Leidensformen, sondern nur noch um verschiedene Symptome des gleichen Problems.

Das Schlüsselwort hier ist Selbstregulation.

Die Temperatur des Lebens

Dieses Wort ist leider noch weitgehend unbekannt (und das sogar oft auch bei Psychotherapeuten), ist jedoch der Schlüssel für das Verständnis von Symptomen und Symptomkreisen. Selbstregulation ist die grundlegende Fähigkeit, sich selbst so regulieren zu können, dass wir uns wohlfühlen. Das ist jetzt stark vereinfacht dargestellt, du kannst dir einfach vorstellen, dass es so etwas gibt wie ein inneres Thermometer. Dieses möchten wir immer auf einer angenehmen Temperatur halten, nicht zu warm und nicht zu kalt.

Kann unser Körper und unser Nervensystem diese Temperatur nicht im mittleren Bereich halten, so werden wir mit der Zeit immer dysregulierter und entwickeln Symptome. Im folgenden Video versuche ich dir zu erklären, wie dies geschieht und was es für uns bedeutet.

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Hinweise und Symptome: Woran erkenne ich ein Trauma?

Bevor ein Trauma erfolgreich behandelt und damit ein Stück Lebensqualität zurückgegeben werden kann, muss dieses erst einmal erkannt werden. Auch weiterhin handelt es sich hierbei um eine der größten Herausforderungen, die es in der Traumabehandlung gibt. Sowohl Betroffene als auch Familienmitglieder und Freunde fragen sich: Woran erkenne ich ein Trauma? Wie jede andere Erkrankung zeigen sich auch bei einem Trauma unterschiedliche Symptome, die natürlich richtig beurteilt werden müssen.

Nicht nur Symptome behandeln

Bei vielen Erkrankungen ist es so, dass eben nicht die Ursachen, sondern lediglich die Symptome behandelt werden. Dadurch können die damit einhergehenden Beschwerden zwar gelindert werden, aber viele Unsicherheiten und Symptome bleiben bestehen. Auch die Ursache, also der Grund für diese Symptome, bleibt weiter bestehen und entwickelt sich zu einer schier nie enden wollenden Last. Während einige Symptome behandelt und gelindert wurden, kommen vielleicht neue dazu, weil die eigentliche Ursache weiterhin besteht.

Welche Symptome gehen mit einem Trauma einher?

Ein Trauma kann von ganz unterschiedlichen Symptomen begleitet werden. So ist es möglich, dass Betroffene unter Schmerzen und Depressionen leiden. Auch Angstzustände sind ein Symptom, das relativ häufig vorkommt. Weiterhin berichten Betroffene von Zwangsstörung und Borderlinestörungen. Die vielfältigen Symptome, die mit einem Trauma einhergehen, können sich zudem im Laufe der Zeit verändern und treten häufig nicht allein, sondern im Verbund auf. Sie zeigen sich immer dann, wenn Körper und Geist aus dem Gleichgewicht geraten sind. In diesem Fall ist es den Betroffenen nicht mehr möglich, sich selbst zu regulieren. Die Selbstregulation ist dabei einer der Schlüsselfaktoren für die Traumabehandlung.

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