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Vortrag für die Uni Halle über ein schwieriges Thema

von | 29.01.2021 | 0 Kommentare

Wann ist ein Übergriff ein Übergriff?

Wichtiger Hinweis!
Der folgende Vortrag hat unter anderem Sexualität und sexualisierte Gewalt zum Thema.

Bitte entscheide selbst, ob das Zuhören für dich sinnvoll ist oder nicht!

Das ist eine besondere Ausgabe von meinem Blog, weil ich einen Vortrag verwenden darf, den ich für die Antidiskriminierungsstelle der Universität in Halle gehalten habe.

Danke an Sabine Wöller von der Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für die freundliche Genehmigung.

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Unsere Erfahrungen und unser Umgang mit uns selbst und der eigenen Sexualität

Wenn wir über sexualisierte Gewalt sprechen oder denken, dann haben wir meistens bestimmte Bilder im Kopf, die eigentlich nur die Extreme beschreiben.
Ganz oft lassen wir in unserem Denken alles andere weg.

Das hat den Vorteil, dass wir nicht darüber nachdenken müssen, ob uns selbst nicht auch schon so etwas passiert ist.
Dann war alles nicht so schlimm oder ich darf es gar nicht so nennen und entlasse mich quasi selbst daraus, von diesem Thema betroffen zu sein.

Es nimmt mir aber auch die Möglichkeit zu sehen, warum ich mich an bestimmten Stellen so verhalte, wie ich es eben tue. Oder warum ich eventuell Stress mit Sexualität habe.

Deswegen möchte ich dich gern einladen genau zu schauen, ob du es schon mal erlebt hast, dass Menschen übergriffig waren.
Das betrifft nicht nur Frauen. Männer haben oft zusätzlich das Problem, dass es für sie viel schwerer ist, darüber zu sprechen und sich selbst als Opfer zu sehen. Übergriffe gibt es in verschiedenen Konstellationen und nicht immer sind Männer automatisch die Täter.

Sexualisierte Gewalt und Übergriffigkeit ist ein Teil unserer Gesellschaft und es gibt viele Menschen, die in ihrer Biographie solche Erlebnisse zu stehen haben.

In diesem Vortrag spreche ich unter anderem über diese Themen:

  • Wo fängt Übergriffigkeit an?
  • Wie können wir Grenzen verhandeln, ohne dem anderen unsere Meinung aufzustülpen?
  • sexuelle Energie und der Umgang damit
  • Kann ich Konsens nonverbal erreichen? Wie wichtig sind Gespräche über Sexualität und in welcher Form?
  • die unterschiedlichen Bilder von Sexualität
  • Was bedeutet Sexualität für mich selbst?
  • Wann wird Sexualität zu einem Mittel der Machtausübung?
  • Was kann ich tun, um selbst nicht übergriffig zu wirken?
  • Wie kann ich Grenzen achtsam begegnen, den eigenen und denen des anderen?
  • Wie lässt sich Intimität und Sexualität voneinander abgrenzen und was ist Sinnlichkeit?

Es gibt nicht viel, wo wir mehr Vertrauen brauchen als bei Sexualität

Übergriffigkeit, in welcher Form auch immer, zerstört unser Vertrauen und die Grenzen unseres eigenen Raumes.
Es verändert nicht nur unseren Umgang mit Sexualität, sondern prägt auch unsere Vorstellungen und Überzeugungen. Das ist uns oft nicht bewusst, es wirkt wie eine Konditionierung, der wir blind folgen.

Ich hoffe, ich kann dir einige Anregungen geben, wie du deinen Denkmustern auf die Spur kommen kannst und deinem Körper behutsam neue Erfahrungen schenkst. Sinnlichkeit und Intimität müssen nicht zwangsläufig an Sexualität gekoppelt sein. Aber sie öffnen die Tür zu mehr Nähe und Verbundenheit auf jeder Ebene.

Wir haben alle ein Bedürfnis nach Berührung.
Es lohnt sich dafür zu gehen, sie wieder als Genuss empfinden zu können!

In diesem Blog erläutere ich, was ein Trauma ist und wie sich traumatische Erlebnisse auf unser weiteres Leben auswirken.
Was ist ein Trauma

Dieser Artikel ist eine Herzensangelegenheit für mich, weil aus meiner Sicht immer noch zu wenig darüber gesprochen wird, ab wann es übergriffig wird.
Der größte Verrat

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