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Warum eine Trauma Ausbildung?

von | 04.07.2017 | 0 Kommentare

Im Rahmen meiner Traumatherapeuten-Ausbildung biete ich Interessierten zwei Module an, die unterschiedliche Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten fokussieren.

Eine Trauma Ausbildung ist eine psychotherapeutische Zusatzqualifikation, die Ihnen hilft mit Menschen zu arbeiten, die ein singuläres überwältigendes Ereignis erlebt haben. Man kann sagen, dass alle Traumatherapie Ausbildungen, die momentan auf dem Markt sind Schocktrauma-Ausbildungen sind.

Man hat im Laufe der Zeit festgestellt, dass Menschen mit traumatischen Erfahrungen von „normalen“ Psychotherapien nicht wirklich profitieren bzw. dass es ihnen nicht möglich ist, durch eine Gesprächstherapie oder ähnliches ihr Trauma zu verarbeiten. Aber auch „normale“ körperorientierte Psychotherapien wirken nicht bei traumatischen Erfahrungen.

Im Gegenteil viele Verfahren sind eher kontraproduktiv für Menschen mit traumatischen Erfahrungen, auch das darüber reden ist eher retraumatisierend, da die Ereignisse dann wieder erlebt werden und die Betroffenen vollkommen überschwemmen. Normale therapeutische Empathie ist also bei der Arbeit mit einem traumatischen Erlebnis für unsere Klienten eher schädigend, da Empathie es meinem Gegenüber normalerweise ermöglich soll, sich selbst mehr zu fühlen und einen tieferen Zugang zu sich selbst zu bekommen. Genau dies ist für Menschen mit einem Trauma jedoch nicht auszuhalten und wird sie mit Gefühlen und Ohnmacht überschwemmen oder sie in die Dissoziation treiben. Eine Ausbildung in Traumatherapie soll es Ihnen ermöglichen mit Ihren Klienten an einem Trauma zu arbeiten, ohne dass diese von ihren Gefühlen überschwemmt werden. Dafür benötigen wir den Körper als Anker und als Heiler. Mit seiner Hilfe ist es möglich den Schock wieder aus dem Körper und damit auch aus der Psyche zu entlassen und das Erlebnis kann langsam aber stetig integriert werden.
Bei der Integration des Körpers in die traumatherapeutische Arbeit stoßen wir allerdings als Therapeuten oft an die Grenzen des möglichen. Denn unsere traumatisierten Klienten haben oft kaum Kapazitäten ihren Körper zu fühlen oder haben große Angst davor. Hier beißt sich die Katze dann in den Schwanz und man merkt als Therapeut/Therapeutin, dass man mit all dem Wissen unter Umständen doch nicht weiter kommt.

Sehr häufig hat man dann einen Klienten/eine Klientin vor sich, die unter ihren traumatischen Erlebnissen auch noch Entwicklungstrauma erfahren hat. Darüber dann im nächsten Blog.

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